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Archive for the ‘Reisevorbereitung’ Category

Dies ist mal ein eher ungewöhnlicher Text in diesem Blog – er kündigt an, was noch so an Texten folgt, damit sich die Netzgemeinde nicht über 3-4 Tage fehlende Updates wundert…

Die letzten Tage waren vollgepackt bis an den Rand und teilweise auch von adhoc Planungen bestimmt, so dass ich partout keine Gelegenheit hatte a) ans Internet (= in das Telefonhäuschen) zu kommen und b) über einen der Hausrechner meine Fotos von der Sony-Karte auf einen USB-Stick und von dort auf meinen Rechner zu laden. Mein Multikartenlesegerät hatte nämlich mitten in der Reise seinen Geist aufgegeben. Dankeschön. Das hätte es auch mal zu hause tun können, da gibts ein Ersatzgerät. Aber so sind die Dinger. Denken an gar nix.

Aber hier soll ja die Vorschau hin…Voilá:

Meine Blogthemen für den achten Tag:

an meinem achten Tag wird noch einmal ein Puppenmacher besucht, es gibt einen überraschenden Auftrag von Bunker Roy – die Synchronisation eines YouTube Films über die Solar Sisters, ein Riesensolarkocher auf einem Dach begutachtet und wiedermal im Eimer die Haare gewaschen.

NACHTRAG: dieser Artikel ist geschrieben – man kann ihn hier als Achten Tag lesen.

Meine Blogthemen für den neunten Tag:

an meinem neunten Tag gibts eine Spontanreise nach Jaipur zu beschreiben – der ehemaligen Hauptstadt des Königreiches Rajasthan, das sich erst 1949 dem Bundesstaat Indien anschloß. Die Stadt nennt man Pink City – wie zu lesen sein wird, nicht ganz zu unrecht. Dort habe ich die Albert Hall und den City Palast angeschaut und anschließend ein paar Marktstrassen durchstöbert auf der Suche nach regionalen Errungenschaften (die gab es natürlich). In Jaipur gab es dann auch den Geldsuper-Gau mit dem Totalversagen beider vorhandener Kreditkarten, am Ende doch noch ein leckeres Essen und eine späte Heimkehr.

NACHTRAG: Der neunte Tag findet sich in drei Artikeln wieder:

Jaipur Teil 1 – mit Albert Hall

Jaipur – Pink City-  Teil 2 – mit City Palast

Jaipur Teil 3 – mit Palast der Winde und einem Rezept für Linsensuppe

Meine Blogthemen für den zehnten Tag:

Der zehnte Tag begann wie schon der neunte mit einer Adhoc Nachricht – die Abreise nach Neu Delhi soll schon am gleichen Tag erfolgen, statt am folgenden. Das zeitigt einige Veränderungen in der Tagesplanung, etliches wird gestrichen, das Packen vorgezogen, ein Interview mit dem Urgestein des barefoot college – Vasu – geführt, den Synchrontext eingespielt, im campus Shop eingekauft (das war der größte Akt des ganzen Vormittages). Am Nachmittag und Abend ein Höhepunkt: Besuch der amtierenden Premierministerin des Kinderparlamentes der Nachtschulen in Rajastan auf ihrer Ziegenweide, auf ihrem Hof im Dorf Kotari und abends in der Nachtschule – die in einigen Dingen anders war, als die erste. Kurzer Abstecher in die Aussenstelle des barefoot campus dort in der Nähe.

NACHTRAG – inzwischen veröffentlicht:

Artikel zur Demokratie im barefoot college – nach Interview mit Vasu

Meine Blogthemen für den elften Tag:

Mein zehnter Tag ging dann relativ nahtlos in den elften Tag über – es wird einen Text geben zu meiner Nachtfahrt von Tilonia nach Neu Delhi, die von allerlei Kathastrophen geprägt war und daher doppelt so lange dauerte aber mit einer glücklichen Ankunft in N.D. endete (wenn auch erst um 6:30 Uhr früh des Folgetages).

Dieser Folgetag ist heute – der 7. Januar und mein letzter Tag in Indien. Ich habe ihn teils schlafend teils einkaufend (oh, Dili Haat!!!) und teils in der Wohnung von Bunker Roy verbracht (da gibts auch WLANT). Ich werde alle die angekündigten Texte erst im Flieger und zuhause schreiben können, die geneigten Leser werden daher um etwas Geduld gebeten. Dann gibts auch wieder Bilder. Morgen in aller Frühe fahre ich zum Flughafen und hoffe, dass mein Flug nicht gecancelt wird – heute morgen sollen viele Flüge ausgefallen sein. Morgen abend lande ich in Berlin – auch hier die Hoffnung, dass mein Flug nicht gecancelt wird, es gibt eine Unwetterwarnung wegen 20 cm Neuschnee in Berlin – natürlich zur Landezeit.

Wie es später hier weitergeht:

Natürlich ist dieser Blog nach meiner Rückreise nicht beendet, es gibt noch sehr viele Themen, für die ich Material habe und die ich in den nächsten Tagen und Wochen schreiben werde. Darunter einen Bericht über soziodemographische Themen im Campus, wie Demokratie im barefoot college gelebt wird, die Schaffung von Green Jobs durch das barefoot college und viele andere spannende Sachen.

Das also als Vorschau, bitte neugierig bleiben und immer mal Reinschauen, vielleicht kann ich ja schon Morgen abend in Berlin Neues hochladen.

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In 1,5 Tagen geht es auf die Reise. Auf dem Wohnzimmerfußboden liegen schon kleine Stapel zum Mitnehmen bereit – Ladegeräte, Akkus, Extraspeicherkarten, eine große und eine kleine Kamera – alles auf Anraten eines Freundes getagged – mit Emailadresse und Telefonnummer, just in case. In einer anderen Ecke liegen Nürnberger Lebkuchen, ein Stollen in einer Blechtruhe und ein paar Früchtebrote – ein bißchen deutsche Weihnacht muss ich einfach exportieren. Ich hoffe nur, dass in Neu  Delhi keine US-amerikanischen Sitten am Flughafen herrschen und ich alles aus Sicherheitsgründen wegwerfen muss.  

Visumantrag 1.0 und patriarchalische Merkwürdigkeiten

Das Visum ist auch besorgt – ein aufwändiger Prozess. Das Onlineformular ist die Hölle. Jede Menge Fehlermeldungen weisen einen darauf hin, dass man „alles falsch eingegeben“ hat. Sehr motivierend. Die Fehlersuche war so schwierig, dass ich die Helpline anrufen musste. Dort meldete sich die Wissenschaftsabteilung, die erst über meinen Anruf irritiert war, aber dann kompetent Auskunft darüber erteilte, dass ich statt Schrägstriche als Trennung zwischen den Datumsbestandteilen meines Geburtstages fälschlicherweise Punkte verwendet hatte – diese wiederum versteht das System nicht. „Alles falsch“ bezog sich offensichtlich darauf, dass ich den gleichen Fehler auch an 2 anderen Stellen mit Datumsangabe gemacht hatte.

Merkwürdig auch, dass ich entweder den „Vornamen des Ehemannes oder des Vaters“ angeben musste. Ich habe keine Ehemann, also habe ich den Vornamen meines Vaters eingetragen – für eine eingefleischte Feministin schon an sich fragwürdig. Ich bin seit über 20 Jahren volljährig, was hat mein Vater mit meiner Reise zu tun? Da ich nirgendwo ankreuzen konnte, wessen Name das nun ist und ob ich verheiratet bin oder nicht, frage ich mich, wie sie das herausfinden. Der Mensch von der Wissenschaftsabteilung meinte auf meine diesbezüglich neugierig gestellte Frage nur: „we check this and we find it out ourselves, believe me“. Okay. I believe you. Trotzdem merkwürdig.

Der „Send“ Button schickte natürlich auch nichts ab, das war auch gar nicht vorgesehen, sondern bewirkte die Erstellung eines pdfs, das man ausdrucken, unterschreiben und selbst  zur Botschaft tragen musste. Dazu 50€ und 2 Paßfotos, 2 Stunden warten bis die eigene Nummer aufgerufen wird, am nächsten Tag Nachmittags abholen. Das wars. Jetzt habe ich ein 6 Monats-Touristenvisum und kann mir überlegen, ob ich nicht im Frühling noch einmal dorthin will. Lust hätte ich jetzt schon.

„Setz Dich auf die Stühle gegenüber dem Ausgang vom Zoll“

Bunker Roy werde ich am Flughafen in Neu Delhi treffen. Er ist gerade in Tanzania und macht sich langsam auf die Rückreise. Er wird kurz nach mir eintreffen von seiner Reise nach Afrika. Seine Anleitung: „As soon as you come out of the customs STRAIGHT ahead are some chairs.I want you to sit there and wait for me to arrive from Addis around the same time. There are some shops around where you could have some tea. DO NOT GO OUT OF THE BUILDING.“ Ich werde mich nicht von der Stelle rühren. Ich hoffe nur, ich warte dort nicht den halben Tag. Wer weiß schon, was so alles mit Fliegern aus dem Rest der Welt passiert. Oder ob es mehrere Zollausgänge gibt. Immerhin hat der Flughafen schon jetzt eine Kapazität von 23 Mio Passagieren, da rennen schon ziemlich viele Menschen täglich über den Flughafen.

„Bombs? Now, put them in the bin“

Der Terminal 2 für die international Flights ist laut Wikipedia „in desparate need of repair, and it is half its size to cater to all its passengers“. Terminal 3 ist noch im Bau und soll noch 2010 der 3. größte Terminal der Welt werden (nach Dubai und Peking). Immerhin gibt es bombensichere Abfalleimer auf dem Airport bei denen Bombensplitter nur noch nach oben fliegen, wie ein Text auf der Flughafenhomepage beruhigend mitteilt – das ganze unter der smarten Headline „Bombs? Now, put them in the bin“ das muss der Commonwealth Einfluss sein bzw. schwarzer, englischer Humor.

Ich lande am 28.12.09 gegen 7:30, Ortszeit. Das ist 3:00 Uhr früh deutscher Zeit. Ich werde ziemlich müde sein. Vielleicht kann ich ja dort auch schon meinen ersten Blogtext in Indien verfassen, vielleicht gibts sogar WLAN auf dem Flughafen, one never knows. Oder ich schlafe einfach ein auf meinem Koffer und hoffe, dass Bunker Roy mich findet, bevor eine Bombe in einem falschen Mülleimer hochgeht. Die bombensicheren stehen nämlich nur im Domestic Terminal.

Den Koffer packe ich morgen, aber viel wird neben Mitbringseln und meiner Elektronik nicht drin sein. Bunker hat mir eingeschärft, nur sehr wenig Kleidung mitzunehmen, da er mir einfache indische Kleidung zur Verfügung stellen will. Im barefoot college leben und arbeiten sehr arme Menschen. Dort mit Markenjeans herumzulaufen paßt vermutlich nicht so gut. Ich bin neugierig, ob ich mich optisch in eine Localista verwandeln werde, wie das dann so aussieht und ob ich mich wohlfühle.

Die Vorfreude  steigt und die Spannung auch. Das Reisefieber ist schon hoch. Apropos Fieber – heute erreichte mich noch ein wichtiger Tipp: nimm Immodium mit, man kann nie wissen…Und wo ich schon bei Krankheiten bin – zum Tropenarzt habe ich es nicht mehr geschafft, aber die laut Botschaft empfohlenen Impfungen habe ich zum überwiegenden Teil schon für eine Venezuelareise vor 2 Jahren erhalten. Das müßte doch noch reichen.

Bald geht es los. nur noch 1,5 Tage.

PS: Hier noch einmal der Link zum Barefoot College und zu meinem Betterplace Projekt, mit dem ich für die Solarsisters Spenden sammele für die Ausbildung von Analphabetinnen zu Solaringenieurinnen.

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